FÜSSE IM HIMMEL // 13+

FÜSSE IM HIMMEL // 13+

Michael Alexander Müller / Premiere am 13. August 2016

Simon schläft seit einiger Zeit nicht viel, denn fast jede Nacht setzt sich sein Vater auf seine Bettkante und erzählt ihm fast immer dieselbe Geschichte ohne Schluss. Simon muss deshalb zum Psychologen, der Fragen stellt, auf die Simon keine Antworten weiß, zu viele Fragen. Dabei hat er selbst unendlich viele davon, die niemand beantworten kann. Vor allem die eine: Warum kommt Papa nachts zu Besuch, obwohl er doch tot ist, gestorben im Militäreinsatz in Afghanistan?Michael Alexander Müller erzählt für alle Menschen ab 13 Jahren einfühlsam und humorvoll zugleich von einer außergewöhnlichen Vater-Sohn-Beziehung und den Auswirkungen des Krieges in der Fremde auf eine Familie daheim, in der nach dem Militäreinsatz im Ausland einer fehlt.

Materialmappe


Regie Alice Asper
Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz
Dramaturgie Britta Hollmann
Regieassistenz Tomke Mindner

Mit Metin Turan (Simon), Philip Leenders (Helge, sein Vater), Ramona Marx (Iliana, seine Mutter), Timon Ballenberger (Jerome, sein bester Freund), Heiko Grosche (Hein Mesutat, Lebensexperte)

 


Presseecho

Die Wilhelmshavener Zeitung beurteilt der Landesbühne mit der Premiere von FÜSSE IM HIMMEL einen „temporeichen und sensiblen Start in die neue Spielzeit“. Regisseurin Alice Asper schaffte es eine „emotionsgeladene“ Inszenierung auf die Bühne des TheOs zu bringen. „Das Ensemble um Alice Asper und Dramaturgin Britta Hollmann hat am Sonnabend gezeigt, wie viel Einfühlsamkeit für diese ernste Thematik nötig ist. Allen voran Ramona Marx und Metin Turan, die als spannungsgeladenes Mutter-Sohn-Paar authentisch die aufgewühlten Gefühle entluden und im Publikum für rege Anteilnahme sorgten.“ (…) Ramona Marx und Metin Turan zeigen in ihrem Spiel, zu welch intensiven Gefühlen ein trauender Mensch fähig ist. Bezeichnend ist die Szene, in der Iliana versucht, ihrem Sohn die Todesnachricht möglichst einfühlsam zu überbringen und schließlich doch die Nerven verliert. Das rührt zu Tränen. Für Ablenkung nach diesen starken Emotionen sorgt Heiko Grosche als alternder Hippie und Lebensexperte. Mit so manchem klugen Spruch bringt er nicht nur Simon sondern auch das Premierenpublikum zum Schmunzeln. Auch das Bühnenbild des Stückes erhält großes Lob: Bühnenbildner Bernhard Niechotz hat eine wandelbare Kulisse für das Stück geschaffen. Ein Hochbett mit Baldachin schafft die Geborgenheit eines Kinderzimmers, gleichzeitig lassen das zeltartige Umfeld und die metallenen Militärkisten den Krieg für den Zuschauer nie außer Acht treten.

Auch das Jeversche Wochenblatt lobt die Inszenierung als mitreißend und berührend. Durch die räumliche Nähe zum Publikum schwappen die Emotionen regelmäßig auf das Publikum über. „Metin Turan spielt Simon so überzeugend, dass man sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr von dem wesentlich älter wirkenden Erscheinungsbild des Schauspielers irritieren lässt.“ (…) „Die Rolle des Vaters, gespielt von Philip Leenders, der die Dreidimensionalität dieses Charakters bravourös darstellt. (…) „Heiko Grosche spielt den mysteriösen Freund mit einer heiteren Selbstverständlichkeit, dass man seine Existenz nicht weiter hinterfragt und ihn als genau die Medizin erkennt, die Simon wirklich braucht.

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