LUTHER

LUTHER! – REBELL WIDER WILLEN stellt den Reformator als populäre Legende vor. Erzählt wird die Geschichte des Mannes, der einen authentischen Weg zu Gott gesucht hat in einer Zeit, als Ablasshändler durch die Lande zogen und die Menschen ihre letzten Taler hergaben, um sich von ihren Sünden freizukaufen. Noch im Mittelalter verhaftet, wird Martin Luther, ohne es zu wollen, zur Symbolfigur des Wandels. Aus seiner Mönchszelle in die Welt gestoßen, wird er zum Vorkämpfer der Unterdrückten. Seine Werke begründen eine neue Kirche, dabei sieht sich Luther nicht als Held. Er folgt nur seinem Gewissen und seinem Vertrauen in Gott.
Eine wirkungsvolle Mischung aus allegorischen, erfundenen und überlieferten Figuren begleitet die Hauptfigur des Rock-Oratoriums. Die Musik übersetzt dabei mittelalterliche Elemente und die Musiktradition der Renaissance in die heutige Tonsprache der Rockmusik. Markante Solo-Partien und ein Chor lassen den Geist der Reformation in der Kirche spürbar werden.

Dauer: ca. 1:40, ohne Pause


Regie Tatjana Rese
Musikalische Leitung Erich A. Radke
Bühne & Kostüme Pia Wessels
Dramaturgie Lea Redlich

mit: Stephanie Braune, Tomasz Dziecielski, Ekaterina Ivanova, Matthias Jahrmärker, Emanuel Jessel, Ben Knop, Benjamin Muth, Kristina Neuwert, Christoph Sommer, Bas Timmers

Mit freundlicher Unterstützung der Hanns-Lilje-Stiftung.

 

Gefördert durch die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg.


Gefördert durch die Ostfriesische Landschaft.


Presseecho

„Die Zuschauer von „Luther – Rebell wider Willen“ sahen am Sonnabend Bild- und vor allem Stimmgewaltiges in der Christus- und Garnisonkirche. Dem entsprechend feierten sie das Ensemble dieses Rockoratoriums zum Schluss der Premiere mit lang anhaltendem Applaus, bei dem es kaum einen noch auf den Sitzen hielt. Mit der Inszenierung von Tatjana Rese zum Lutherjahr 2017 ist der Landesbühne ein Glücksgriff gelungen.“ (…)

Stimmen zum Ensemble:
„Das zehnköpfige Ensemble leistet hervorragende Arbeit. Allen voran zeigt sich in Matthias Jahrmärker als Martin Luther die Idealbesetzung. Mit seiner sonoren und vollen Stimme füllt er  bestens den Kirchenraum aus.“ (…) „Bas Timmers brilliert als perfider Teufel, Johannes Nepomuk als durchtriebener Schriftgießer Stephan, Emanuel Jessel begeistert besonders als Generalvikar Staupitz mit seiner fabelhaften Stimme. Er wechselt ebenso wie Christoph Sommer, Benjamin Muth, Stephanie Braune und Svenja Marija Topler in mehrere Rollen. Kristina Neuwert ist eine liebreizende Katharina von Bora und heilige Anna. Ein 16-köpfiger Chor (Leitung: Axel Scholz) mit Sängern aus der Region ergänzt das Ensemble.“ (…) „Tatjana Rese hat ein kluges Konzept gewählt, um die Geschichte eines ganzen Lebens in etwas mehr als eineinhalb Stunden zu erzählen. Sie lässt Luthers Geschichte von Lucas Cranach (wunderbar: Ben Knop) in einer Art Rückschau berichten – er hatte den  Reformator Zeit seines Lebens begleitet und gemalt.“
Wilhelmshavener Zeitung

„Lang anhaltender Applaus für Inszenierung im Kirchenraum.“ (…) „Die mit Spannung erwartete Premiere gelang im Gesamtergebnis und riss das Publikum am Ende zu Jubel, langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen hin.“

„Stephan wird vom Freund zum Widersacher und Volksaufrührer und Luthers eigene Zerrissenheit  und Wut im Kampf um die „wahren“ Worte Gottes bleibt, was durch Matthias Jahrmärker gesanglich und schauspielerisch hervorragend umgesetzt wird.“ (…) „Ben Knop als Maler Lucas Cranach verband gekonnt in rückblickenden Dialogen mit Luther die Handlungsstränge.“

„In den 53 Jahren seit ihrer Einweihung hat die Stadtkirche schon viel gesehen, aber einen Abend wie den am Freitag bestimmt noch nicht. (…) Wenn die Inszenierung „Luther! Rebell wider Willen“ so etwas wie „ein feste Burg“ braucht, dann hat  die Landesbühne sie in der Stadtkirche gefunden. Die schon in Wilhelmshaven umjubelte  Inszenierung von Tatjana Rese und Erich Radke hat auch in Jever großen Eindruck hinterlassen.“
Jeversches Wochenblatt

„Diese theatralische Herausforderung wollten die rund 280 Besucherinnen und Besucher in der ausverkauften Christus- und Garnisonkirche ebenfalls annehmen und sie wurden nicht enttäuscht. Was sie sahen, war eine lebendige, sehr weltlich ausgerichtete und auf das Leben Luthers im Spannungsfeld seiner Glaubenskrisen bezogene fast schon revueartige Inszenierung, die temporeich, und ohne je Langeweile aufkommen zu lassen, von einem gut eingespielten Ensemble aufgeführt wurde. Opulente Kostüme, stimmgewaltige Sängerinnen und Sänger, eine ausgefeilte Lichtführung, die Einbeziehung der ganzen Kirche in den Spielraum und teils sehr deftige Texte ganz im vermeintlich lutherischen Stil sorgten für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend, der es verstand, historische Fakten und moderne Theaterwelten auf sympathische Weise miteinander zu verbinden.“ (…) „Die choralen Gesänge, die Wut-Arien, die getragenen Balladen, der Klang von Kirchenglocken – all das ist total authentisch und nachvollziehbar in einem Sakralbau.“ (…) „Das Zusammenspiel zwischen Altensemble, Chor und – nicht zu vergessen die live spielenden „Sechs Rebellen“ im Hintergrund – funktionierte bestens.“ (…) „und genau so sahen es auch die Zuschauer. Ihr Dank an die Akteure auf der Bühne war nicht nur ein braver Applaus, es war ein zehnminütiger Begeisterungsausbruch, inklusive Standing Ovations und Fußgetrampel in den hölzernen Sitzbänken. Beifallsrufe begleiteten das Klatschen und auch die Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Sängerinnen und Sänger waren gerührt von der sehr positiven Resonanz des Publikums.“
Beatrix Schulte für die Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg

 

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