Atmen

ATMEN

Duncan Macmillan / Premiere am 07. Mai 2016

Ein junges Paar an der Kasse bei Ikea. Plötzlich wird die alles verändernde Frage gestellt: Wollen wir ein Kind bekommen? Die Antwort fällt nicht leicht, schließlich ist die Erde überbevölkert, die Rohstoffe werden knapp, die Wirtschaft kollabiert – gehört es andererseits nicht vielleicht zu den wichtigsten Aufgaben des Menschen, einen anderen Menschen zu schaffen oder ist das nur die biologische Uhr, die tickt? Wie verändert und bereichert ein Kind das eigene Leben, welche Einschränkungen bedeutet es – im Beruf wie in der Freizeit?Duncan Macmillan verhandelt in einem raffinierten Dialog mit bestechender Leichtigkeit die großen Daseinsfragen. Von Panik über Euphorie bis zu Ernüchterung reicht die Skala der Gefühle, wie sie fast jeder aus eigener Erfahrung kennt.


Regie Eva Lange
Bühne & Kostüme Sophie Marie Frauscher
Dramaturgie Lea Redlich
Regieassistenz Lotta Seifert
Sprechcoaching Deborah Ziegler

Soufflage Lotta Seifert
Inspizienz Birgit Stuckenbrok / Gustav Boehm
Beleuchtung Hermann Hanneken
Technische Leitung Larissa Gund
Maske Eva Brodowski
Requisite Christoph Kremke / Jochen Kempa
Kostümwerkstatt Manuela Dillwitz

Mit Alina Müller (F), Aom Flury (M)


Presseecho

Die Wilhelmshavener Zeitung lobt den tiefgründigen Dialog wie folgt: In knappen Sätzen prasseln die Dialoge auf das Publikum. Das Paar arbeitet sich ab am Für und Wider, lässt keinen Gedanken unausgesprochen, taumelt zwischen persönlichem Glück und Weltverbesserung.(…) Eine Herausforderung für die Schauspieler. Der mitunter fast atemlose Vortrag sowie der sprunghafte Wechsel zwischen Situationen und Emotionen erfordern Konzentration, Ausdauer, Wandlungsfähigkeit. Doch Alina Müller und Aom Flury überzeugen. (…) Mit großer Präsenz und Glaubwürdigkeit kämpfen sie sich durch die Fülle des Textes, tanzen und rennen, wechseln die Positionen wie den Tonfall, feuern die Sätze bisweilen wie Maschinengewehrsalven ab. (…) Dass die Überreflektiertheit der Protagonisten, das ständige Hin und Her dabei nicht irgendwann an den Nerven zerren, ist neben dem fein eingestreuten Humor auch der geschickten Regie zu verdanken. Eva Lange lässt den Text in einer genau kalkulierten Dynamik sprechen, so dass die Spannung immer wieder neu aufgebaut, gesteigert und gehalten wird. (…) Zwischendurch gönnt sie dem Publikum kurze Ruhepausen und damit Zeit zum gedanklichen Atemholen. (…) Am Ende sitzt F allein da, alles ist „in Schutt und Asche“. Rasantes, dicht inszeniertes Theater mit etlichen Denkanstößen hat das Publikum trotzdem erlebt.

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