FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY

FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY

Truman Capote / Premiere am 16. April 2016

Wer kennt sie nicht, die Frau, die, wenn sie Sorgen hat, in ein Taxi steigt und zu Tiffany fährt: Holly Golightly, Darling der New Yorker Society. Unverschämt charmant und ansteckend einfallsreich, ist das exzentrische Callgirl für jeden Unsinn zu haben. Sie fehlt auf keiner der angesagten Partys der Stadt und schmückt die Titelseiten der Klatschpresse. Auch Hollys Nachbar Fred, ein mittelloser Schriftsteller, ist von dieser Frau unglaublich fasziniert. Nach und nach entspinnt sich eine außergewöhnliche Freundschaft, doch dann holt Holly ihre Vergangenheit ein …Truman Capote veröffentlichte 1958 den Kurzroman “Frühstück bei Tiffany”, in dem er treffend die schillernde New Yorker Schickeria porträtierte. Ein kleiner Skandal. Die Bühnenadaption spürt dem ironisch-melancholischen Ton und der unverhohlenen Erotik des Romans nach.


Regie Anne Spaeter
Bühne & Kostüme Gabriela Neubauer
Dramaturgie Lea Redlich
Regieassistenz Maximilian Schuster

Soufflage Petra Hillers
Inspizienz Udo Heinrichs
Beleuchtung Hermann Hanneken
Technische Leitung Larissa Gund
Maske Eva Brodowski
Requisite Christoph Kremke / Jochen Kempa
Kostümwerkstatt Manuela Dillwitz

Mit Kathrin Ost (Holly Golightly), Robert Lang (Fred), Sven Brormannn (Joe Bell), Ben Knop (Mr Yunioshi), Christoph Sommer (O.J. Berman), Emanuel Jessel (Rusty Trawler), Aida-Ira El-Eslambouly (Mag Wildwood), Vasilios Zavrakis (José), Helmut Rühl (Doc Golightly)


Presseecho

Der Landesbühnen-Regisseurin Anne Spaeter ist am Sonnabend im Stadttheater eine gefühlvolle Inszenierung des Klassikers der Literatur- und Filmgeschichte gelungen, schreibt die Wilhelmshavener Zeitung. Mit Swing-Musik versetzt Spaeter das Publikum ins Amerika der Vierziger Jahre und ruft mal eine melancholische, mal eine fröhliche Atmosphäre hervor. (…) Mit Sarah Horak in der Hauptrolle ist Anne Spaeter ein Glücksgriff gelungen. (…) Besonders mit ihrem Spielpartner Robert Lang als Fred macht es dem Zuschauer Spaß, ihrem gemeinsamen Duett zuzuhören. (…) Ebenfalls Sven Brormann sticht als heimlicher verliebter Barmann Joe Bell hervor, genauso wie Christoph Sommer als Hollys Liebhaber O.J. Berman. Aida-Ira El-Eslambouly mimt wunderbar überzeichnet Hollys extrovertierte Freundin Mag Wildwood, die ihr letztendlich den potenziellen Ehemann Rusty Trawler (Emanuel Jessel verleiht ihm einen exzentrischen Charakter) ausspannt. Auch Vasilios Zavrakis (José), Ben Knop (Mr. Yunioshi) und Helmut Rühl (Doc Golightly) bereichern mit ihrer schauspielerischen Leistung die Produktion. Das Bühnenbild von Gabriele Neubauer begeistert aufgrund der Liebe zum Detail.

Über die Vorstellung in Weener schreibt die RheiderlandzeitungSarah Horak arbeitet fein die zwei Seiten der Holly heraus. Mit ihrer keck-naiven Oberflächlichkeit kommandiert sie als Mittelpunkt jeder Party ihre Verehrer herum, wenn sie mit Fred redet, kann sie dagegen zart und nachdenklich ihre wahren Gefühle offenbaren. Robert Lang ist ihr ein schüchterner etwas verunsicherter Freund, der sie liebt und vor Unheil bewahren will. Auch Sven Brormann als heimlich verliebter Barmann Joe, Aida-Ira El-Eslambouly als schrill überdrehte Freundin Mag oder Christoph Sommer als früherer Freund und Agent füllen wie alle anderen Mitwirkenden ihre Rolle mit Bravour aus. (…) Dazwischen liegen die Szenen aus Hollys Leben, in denen Sarah Horak resolut, keck oder liebevoll die Führungsrolle übernimmt.

Die Neue Osnabrücker Zeitung lobte beim Auftritt in Papenburg besonders das Ensemble. Schauspieler Robert Lang übernimmt dabei gleich zwei Rollen, eine als Erzähler des Stücks und die andere als Fred, Hollys Nachbar und Bewunderer. Der mitunter nahtlose Wechsel von einer Funktion in die andere und somit auch von der Vergangenheit in die Gegenwart ist keine leichte Aufgabe. Sie gelingt Lang aber überzeugend. (…) In der Hauptrolle ist Sarah Horak zu sehen. Gelungen sind Sarah Horaks Gesangsleinlagen mit Robert Lang an der Gitarre, bei denen sie ihre schöne sanfte Stimme sehr gut zur Geltung bringt. (…) Sarah Horak verkörpert gekonnt die Fröhlichkeit des gut aufgelegten Partygirls.

Auch der Ostfriesischer Kurier lobt die Leistung des Ensembles bei der Vorstellung in Norden. An diesem Abend spielte ein ganzes Ensemble für eine Frau: Kathrin Ost. Nicht nur die Zuschauer quittieren ihre Leistung am Ende mit besonderem Applaus, man hatte das Gefühl, auch die Kollegen von der Landesbühne zogen innerlich den Hut vor der Schauspielerin, die, so erfuhr das Publikum, kurzfristig für Sarah Horak eingesprungen war. (…) sehr liebevoll gestaltete Kulissen von Gabriela Neubauer. (…) gewohnt souverän: Christoph Sommer. (…) herrlich fies arrogant und wunderbar von oben herab: Aida-Ira El-Eslambouly.

„Frühstück bei Tiffany“ in der Version der Landesbühne ist ein Treffer für Theaterfans: engagierte Akteure (neben den genannten: Aida-Ira El-Eslambouty, Emanuel Jessel, Vasilios Zavrakis und Ben Knop), kluge Dialoge, bei denen es oft um Erzählungen und die dahinterstehende Wahrheit geht, temperamentvolles und überzeugendes Spiel, tolle Musik und Tanzeinlagen und eine (eigentlich mehrere) zu Herzen und Verstand gehende Geschichten. Schade, dass ausgerechnet dieses Stück an genau diesem wunderschönen Sommerabend mit Garten und Ambiente konkurrieren musste.

Die Nordwest Zeitung bescheinigt der Landesbühne mit FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY mit ihrer Vorstellung in Friedeburg einen Volltreffer mit überzeugender Darbietung beim Publikum: An der Inszenierung der Landesbühne, die mit dem Stück am Sonnabend in der Stadthalle Friedeburg zu Gast war, hätte der Schriftsteller vermutlich seine Freude gehabt. Regisseurin Anne Spaeter inszenierte die Fassung von Richard Greenberg in Capotes Sinne. (…) Allein das imposante Bühnenbild beeindruckte durch die Atmosphäre, die es schuf, ebenso wie durch die metarealistischen Spielmöglichkeiten, die weidlich ausgenutzt wurden. (…)„Frühstück bei Tiffany“ in der Version der Landesbühne ist ein Treffer für Theaterfans: engagierte Akteure (neben den genannten: Aida-Ira El-Eslambouty, Emanuel Jessel, Vasilios Zavrakis und Ben Knop), kluge Dialoge, bei denen es oft um Erzählungen und die dahinterstehende Wahrheit geht, temperamentvolles und überzeugendes Spiel, tolle Musik und Tanzeinlagen und eine (eigentlich mehrere) zu Herzen und Verstand gehende Geschichten.

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