IM WEIßEN RÖSSL

IM WEIßEN RÖSSL

von Hans Müller und Erik Charell, Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky / Premiere am 31. Oktober 2015

Im Hotel Zum Weißen Rößl ist Hochsaison und alle sind irgendwie verliebt. Zahlkellner Leopold hat sich in die Wirtin Josepha verguckt, die ihn aber links liegenlässt, weil sie sich schon nach der Ankunft ihres Stammgastes Dr. Siedler verzehrt. Der hat sich aber seinerseits in Ottilie, die Tochter des Berliner Fabrikanten Giesecke, verguckt. Zu allem Übel ist Siedler aber der Anwalt von Gieseckes Erzfeind Sülzheimer. Dessen Sohn wiederum, von allen nur „der schöne Sigismund“ genannt, verliebt sich in das lispelnde Klärchen …Seit seiner Entstehung 1930 bietet diese Kult-Operette alles, was es zur guten Laune braucht: Humor und Gefühl, Hahnenkämpfe, Liebesverwicklungen und jede Menge Musik, die in Ohr, Kopf und Herz geht, denn „im Weißen Rößl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür.“

Mit sechs musikalischen Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz


Regie Ingo Putz
Musikalische Leitung Erich A. Radke
Bühne & Kostüme Britta Langanke
Choreografie Zaida Ballesteros-Parejo
Dramaturgie Lea Redlich

Regieassistenz Romy Lehmann
Soufflage
Petra Hillers
Inspizienz
Björn de Groot

Mit Sarah Horak (Josepha Vogelhuber), Ben Knop (Leopold Brandmeyer), Emanuel Jessel (Dr. Otto Siedler), Helmut Rühl (Wilhelm Giesecke), Mechthild Grabner (Ottilie, seine Tochter), Christoph Sommer (Sigismund Sülzheimer), Johannes Simons (Prof. Dr. Hinzelmann / Der Kaiser Franz Joseph), Alina Müller (Klärchen, seine Tochter / Resi, Briefträgerin), Vasilios Zavrakis (Piccolo), Statisterie und Live-Band


Presseecho

Einfach Leiwaund – will heißen, einfach toll findet das Jeversche Wochenblatt Ingo Putz’ Inszenierung der Berliner Kult-Operette IM WEISSEN RÖSSL. Ähnlich sehen es die Wilhelmshavener Zeitung (eine mitreißende Revue) und die Nordwest-Zeitung aus Oldenburg: Die Parodie von Ingo Putz auf deutsche und österreichische Typen ist prächtig ausbalanciert. Das Schauspielerensemble der Landesbühne kann animierend singen und tanzen.

Anerkennung finden neben der Regie auch Musik, Gesang, Tanz und Schauspielkunst: Ein richtig großer Wurf ist der Landesbühne Wilhelmshaven gelungen, schreibt das Jeversche Wochenblatt. Und: Es werden sämtliche Register gezogen, um den facettenreichen Glanz dieses Klassikers erstrahlen zu lassen mit Wortwitz, prassenden Pointen, schwungvollen Tänzen, mitreißendem Gesang, einem kleinen, aber grandiosen Orchester und überzeugender Spielfreude.

Die Ausstattung von Britta Langanke stecke voll Witz und Raffinesse, so das Jeversche Wochenblatt. Für die Wilhelmshavener Zeitung sind es die kleinen Details, die unter anderem den Charme der Inszenierung ausmachen.

Die Idee, mit kleinem Personal vor einer überdimensionalen Postkarten-Kulisse eine große Revue aufzutischen und vordergründigen Pomp damit zu konterkarieren, wirkt genial, lobt gar die Nordwest-Zeitung.

Die Schauspieler überzeugten ausnahmslos. Sarah Horak als Josepha Vogelhuber: –wunderbar, sind sich Jeversches Wochenblatt und Wilhelmshavener Zeitung einig. Die Wucht im Dindl, schreibt die Nordwest-Zeitung. Und: Vasilios Zavrakis (Piccolo) ist ein perfekt eingestellter Typ. Ben Knop (Zahlkellner Leopold), Christoph Sommer (Sigismund) oder Alina Müller (Klärchen) kultivieren auch Untertöne. Eher zentriert auf ein Profil gestalten Helmut Rühl (Giesecke), Mechthild Grabner (Ottilie), Emanuel Jessel (Dr. Siedler) und Johannes Siemons (Prof. Hinzelmann und Kaiser Franz Joseph) ihre Parts.

Aus Sicht des Jeverschen Wochenblatts können die Schirmtänze es mit dem Broadway aufnehmen. Und: Ben Knop singt sich als Leopold mit starker Stimme sofort in die Herzen der Besucher, Sarah Horak zeigt sich in Soli und Duetten ebenbürtig, und im Chorgesang überzeugt das Ensemble einmal mehr mit großartiger Leistung. Zaida Ballesteros-Parejo wiederum hat wundervolle Choreografien geschaffen, deren Frische und Schwung das Publikum begeistern.

Beifall auch für die Band “Beautiful Heidis”, die laut Jeversches Wochenblatt einen weiteren ,beeindruckenden Akzent setzt. Die Nordwest-Zeitung schreibt: Wenn Verwicklungen auf der Bühne sich überschlagen, sorgt die Band (…) für Ordnung. Aber unter der musikalischen Leitung von Erich A. Radke kann sie auch stark antreiben. Trotz Kürzungen sind die für das Genre typischen Wiederholungen zum Einprägen geblieben. Und die gestalten die Heidis recht differenziert.

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