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FEUER FANGEN // 13+
Luc Tartar
FEUER FANGEN // 13+
Luc Tartar
FEUER FANGEN // 13+
Die Welt ist aus den Fugen. Die Welt steht für Sekunden still. Mitten auf dem Schulhof das Epizentrum der Hitzewelle, die alle erfasst: Latifa und Jonathan. Sie küssen sich. Einfach so. Nichts an diesem Kuss ist gewöhnlich, er entfacht ein Feuer, das alle umliegenden Herzen lichterloh brennen lässt. Ein erstes Mal, das Fragen aufwirft, Erinnerungen und Ängste hervorruft und längst vergessene Sehnsüchte von Schichten von Staub befreit.

Mitschüler, Lehrer, Eltern und die 80-jährige Nachbarin. Erinnerungen daran, wie aufregend, einfach und verletzend sie ist und sein kann: die Liebe. Und all die ersten Male: das erste Mal ein fremder Körper, das erste Mal Sorgen, ob das alles so richtig ist. Und am Anfang ein Kuss. Einfach so.

Der Autor Luc Tartar hat aus Gesprächen mit Jugendlichen eine poetische und berührend direkte Collage geschaffen, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte der Küssenden und der Beobachtenden auffächert.

Materialmappe

Dauer: ca. 70 Minuten, ohne Pause


Regie: Alexander Flache
Bühne & Kostüme: Sabine Pommerening
Dramaturgie: Britta Hollmann
Regieassistenz: Imke Springer

Mit: Steffi Baur (Latifa / Dorothee / Mutter 1 / Isabelle, die Schulärztin), Matthias Guggenberger (Youssef / Schulleiter / Vater 2), Lysann Schläfke (Vivi / Ludivine, eine alte Frau / Mutter 2), Jeffrey von Laun (Jonathan / Jean-Baptiste, Vater 1)


Presseecho

„Regisseur Alexander Flache hat am Sonnabend ein rasantes Stück auf die Bühne des TheOs gebracht. Die Handlung ist schnell erzählt, die Sorgen und Nöte eines Teenagers sind überspitzt auf  den Punkt gebracht.“ (…) „Besonders sprachlich ist Alexander Flaches Inszenierung ein Vergnügen. Die Beschreibung der Liebe ist wahrlich poetisch, während die sexuelle Anspielungen im Kontrast durchaus derb daherkommen.“

„Das vierköpfige Ensemble bietet Höchstleistung, müssen die Darsteller doch in Windeseile immer wieder in neue Rollen schlüpfen.“ (…) „Bravourös meistert das Ensemble bestehend aus Steffi Bauer (Latifa), Jeffrey van Laun (Jonathan), Lysann Schläfke (Vivi) und Matthias Guggenberger (Youssef) die Herausforderung, in die Teenager-Rollen zu schlüpfen. Die Schauspieler vereinen Witz und Ernst zu  einer stimmigen Gesamtkomposition. Van Laun mimt wunderbar den Jonathan, wenn dieser seine Mutter veralbert, als die mutmaßt, ihr Sohn nehme Drogen, und brilliert als Vivis verzweifelter und überforderter Vater. Steffi Baur rastet herrlich als Vivis Mutter aus und Matthias Guggenberger flippt auf so großartige Weise aus, als er von seinem besten Freund und seiner Schwester erfährt. Lysann Schläfke sticht besonders in ihrer Wandelbarkeit heraus. Sie präsentiert großartig die frustrierte Vivi, die mit sich und der Welt im Unreinen ist, ebenso wie Jonathans Übermutter oder die zauberhafte alte Dame, die gegenüber der Schule wohnt und Kondome verteilt. Ausstatterin Sabine Pommerening hat ein reduziertes, aber treffendes Bühnenbild  kreiert. Ein Streetart-Kunstwerk, das an den berühmten Künstler Banksy erinnert, fängt mit einem Schmetterlingsnetz ein Herz ein – die ideale Reduzierung des Stücks auf die wesentliche Aussage.“
Wilhelmshavener Zeitung, 28.08.2017

 

„Zum Saison-Auftakt hat die Junge Landesbühne ihr Spielzeit-Motto „Funken sprühen, Feuer fangen“ fantastisch umgesetzt mit der Inszenierung von Luc Tartars „Feuer fangen“, das am Samstagabend im Theater im Oceanis (TheOs) eine beeindruckende Premiere feierte und dem Publikum offerierte, wie ein einziger Kuss einen Flächenbrand der Emotionen auslösen kann.“ (…) “Regisseur Alexander Flache (Dramaturgie: Britta Hollmann) hat in seiner Inszenierung auch auf die Größe der Sprache gesetzt,  deren Textfläche und sowohl in der stimmlichen Interpretation der Darsteller als auch in ihrer bildhaften poetischen Qualität glänzt. Dass es gelingt, die geballte Themenwelt fließend und für die Zuschauer trotz aller Sprünge sehr verständlich binnen 70 atemberaubenden Minuten zu  präsentieren, ist zudem Sabine Pommerening (Bühne und Kostüme) zu verdanken: Bewegliche Bühnenteile bieten beste Voraussetzungen für Variationen wie Schattenspiele, und die Selbstbemalung der weißen Kostüme ermöglicht rasante Rollenwechsel. Das Finale hinterlässt jene tief spürbare Einsamkeit, die wohl fast jeder noch aus seiner eigenen Pubertät kennt. Auf die  Gesamtleistung reagiert das Publikum mit begeistertem Applaus.“

Sämtliche 13 Rollen spielen Steffi Baur, Lysann Schläfke, Jeffrey von Laun und Matthias Guggenberger mit überzeugender Leidenschaft und sehr authentischer Figurenzeichnung sowie großartigem Körpereinsatz bei tänzerischen Einsätzen und akrobatischen Bewegungsabläufen (Choreographie: Laura Husemann). Beachtlich sind auch Gestik und Mimik, die hervorragend verbergen, dass die Darsteller ihre Teenagerzeit längst hinter sich gelassen haben.
Jeversches Wochenblatt, 28.08.2017


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Zuschauerstimmen im Überblick


Premiere:
26. August 2017

Details

Datum:
26. August 2017
Zeit:
0:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
,

Veranstaltungsort

TheOs – Theater im Oceanis
Am Bontekai 63
Wilhelmshaven,

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